Sido hängt sogar die Beatles ab

„The Voice of Germany“, „Late Night Berlin“, „Hier spricht Berlin”: Sido ist im Fernsehen derzeit omnipräsent. Und auch die Offiziellen Deutschen Single-Charts, ermittelt von GfK Entertainment, beehrte der Berliner Rapper in diesem Jahr bereits mit acht verschiedenen Songs, die nun allesamt (wieder) die Top 100 stürmen. Darüber hinaus holt Sido im Album-Ranking das Maximum heraus: Sein aktuelles Studio-Werk „Ich & keine Maske“ schnellt direkt an die Spitze und beschert ihm die vierte Nummer 1-Platte seiner Karriere.

Gleich mehrere Neufassungen berühmter Kultalben begeistern in dieser Woche die Musikfans: Das Beatles-Werk „Abbey Road“ erobert in seinem 50. Jubiläumsjahr die zweite Position, während a-ha mit remasterten Ausgaben von „Minor Earth, Major Sky“ (62) und „Lifelines“ (68) punkten. Zu den weiteren Re-Entries gehören Die Schlagerpiloten („Lass uns fliegen“), die ein halbes Jahr nach CD-Release zurück an die achte Stelle schweben.

Die Hamburger Band Deichkind passt in keine feste Schublade und bewegt sich irgendwo zwischen Gaga-Sound und Gesellschaftskritik. Mit ihrem neuen Album „Wer sagt denn das?“ meldet sie sich nun auf dem Bronzeplatz zurück. HipHopper Mero („Unikat“, vier) und die Metal-Gruppe Opeth („In Cauda Venenum“, fünf) besorgen die übrigen Top 5-Positionen.

Ein einziger Song („Dance Monkey“, Tones And I, Platz zwei) stellt sich der Rap-Übermacht in der Single-Top 10 entgegen; ansonsten haben Titel wie der abermalige Spitzenreiter „110“ (Capital Bra, Samra & Lea), Bronze-Abräumer „Roller“ (Apache 207) oder die New Entries „Honda Civic“ (The Cratez & Bonez MC, fünf) und „2002“ (Sido & Apache 207, sechs) wie gehabt Hochkonjunktur.

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