Johannes Oerding erstmals an Spitze der Deutschen Charts

Nachdem seine letzten Alben die Positionen vier („Für immer ab jetzt“, 2013), drei („Alles brennt“, 2015) und zwei („Kreise“, 2017) erreichten, kann Johannes Oerding die Reihe nur auf eine Weise sinnvoll fortführen – und dies bedeutet, dass sich seine „Konturen“ nun klar und deutlich an der Spitze der Offiziellen Deutschen Album-Charts abzeichnen. Es ist das erste Mal, dass der Musiker die von GfK Entertainment ermittelte Hitliste anführt. Für diese Leistung konnte Oerding natürlich auch einen „Nummer 1 Award“ entgegennehmen.

„Nur noch nice“ ist die Ausbeute für Summer Cem, denn der Gladbacher Rapper legt auf Platz zwei bereits seine siebte Top-10-Platte hin. Als Vertreter der alten HipHop-Schule tritt Max Herre auf, der mit Freundeskreis bereits in den 90ern erfolgreich war und sich nach mehreren Jahren Pause jetzt mit „Athen“ (Rang neun) zurückmeldet. Noch mehr Sprechgesang servieren die Österreicher RAF Camora („Zenit“, von eins auf vier) und Yung Hurn („Y“, neu auf fünf).

Die weiteren Top-Acts der Woche setzen unterschiedliche Akzente: Marius Müller-Westernhagen wagt „Das Pfefferminz-Experiment“ (drei), indem er alte Klassiker im US-Sound neu interpretiert. Nick Cave & The Bad Seeds überzeugen mit ihrem Album „Ghosteen“ (sechs), das es nun auch als physisches Produkt zu kaufen gibt. Dazu kommt ein Metal-Werk, das eigentlich keines ist, denn Blind Guardian haben sich mit dem Prague Filmharmonic Orchestra zusammengetan und entern als Blind Guardian’s Twilight Orchestra („Legacy Of The Dark Lands“) gemeinsam die siebte Position.

Im Single-Ranking darf sich interessanterweise der letztplatzierte Act des „The Voice of Germany“-Finales über einen Einstieg freuen: Freschta Akbarzada erlebt „Meine 3 Minuten“ (mit Sido) auf Rang 33. In einer anderen Liga tanzt weiterhin der sechsfache Spitzenreiter „Dance Monkey“ von Tones And I. Apache 207 („Roller“, „Wieso tust Du dir das an?“) staubt nicht nur die übrigen Medaillen ab, sondern landet auch den höchsten New Entry („Doch in der Nacht“, sieben).

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